Was ist ein Stake Out?

Was bei einem Stake Out zu beachten ist, erfährst du hier.

Ein Stake-Out ist eine Art Bodenanker. Es besteht meistens aus zwei Stangen, die als Anker in den Boden getrieben werden, die mit einer Kette verbunden sind. An dieser Kette befinden sich meistens drei weitere kurze Ketten, an denen die Hunde angeleint werden. Auf dem Bild unten kannst du drei unserer Alaskan Huskys an einem Stake Out sehen.

Drei Alaskan Huskys an einem Stake Out.
Drei Alaskan Huskys an einem Stake Out.

Stake Outs gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und Materialien. Da diese von den Hunden unter Umständen sehr belastet werden, sollten alle, die nicht aus Metall sind, aus der Auswahl gleich herausfallen. Den nichts ist schlimmer, als wenn du deinen Hund am einem Stake Out anleinst und dann kann er sich losreißen, weil das Material nicht hält. Wir haben die besten Erfahrungen gemacht mit Stake Outs aus Edelstahl. Die sind robust und langlebig. Leider auch etwas teurer. Wir haben schon Stake Outs gesehen, die hatten als Verbindungsleine Kunststoffstricke. Diese können von den Hunden schnell durchgebissen werden. Die kurzen Leinen von der Verbindungsleine zum Halsband des Hundes sollten aus Ketten bestehen. Denn auch diese können sonst schnell durchgebissen werden. An beiden Enden dieser Kette sollten sich Wirbel befinden, die Verwicklungen des Hundes in der Kette verhindern.
Achte darauf, dass alle Kanten abgerundet sind, sodaß keine Verletzungsgefahr besteht.
Grundsätzlich gilt für einen Stake out, wie in vielen anderen Bereichen genauso: Wer billig kauft, kauft zweimal.

In welchen Längen gibt es Stake Outs?

Die Längen sind verschieden. Es gibt sie in Ausführungen für nur einen Hund, das sind dann meist nur Bodenanker, die man in den Boden dreht. Manchmal noch mit einer kurzen Kette dran. Die längsten sind ausgelegt für fünf Hunde. Alles darüber hinaus sind dann Selbstbauten, die Musher für ihre speziellen Anforderungen konstruiert haben.
Die Länge der Kette muss so lang sein, dass der Hund entspannt stehen und liegen kann. Sozialkontakt sollte möglich sein. Aber auf der anderen Seite soll die Kette auch wieder so kurz sein, dass kein Hund den anderen erreichen kann. Achte darauf, das die Abstände der Hunde groß genug für deine Anforderungen sind.
Maße können wir nicht nennen, den diese sind abhängig von der Größe der Hunde. Bei kleineren Hunden können die Abstände eben auch kürzer sein. 🙂

Wie wird ein Stake Out benutzt?

Befestige deine Hunde am Stake Out nur dann, wenn du bestimmte Dinge in Zusammenhang mit den Hunden erledigen musst. Wenn du sie z.b. füttern möchtest, oder wässern, die Fellpflege verrichten, oder die Vorbereitung und Nachbereitung eines Rennens durchführen möchtest. Für die Hunde soll das Stake Out als eine Art Ruheort dienen. Respektiere deswegen auch grundsätzlich diese Ruhezone bei anderen, die ihre Hunde am Stake Out befestigt haben.

Dieser praktische Stake Out ist eine echte Empfehlung von uns. Für kurze Touren besonders geeignet, weil er leicht ist und schnell zu verankern.

Achte darauf, dass dein Hund nur solange am Stake Out befestigt ist, wie er sich daran wohl fühlt. Zeigt er Anzeichen von Stress, dann löse ihn vom Stake Out. Oftmals hilft es dann schon, eine kleine Runde mit ihm z.b. an der Leine zu gehen. Wenn du ihn dann wieder am Stake Out befestigst, so kann es durchaus sein, dass er wieder ruhig ist. Wenn nicht, dann lasse ihn nicht daran. Suche nach der Ursache und behebe diese. Meistens ist es eine Frage der Gewöhnung. In den meisten Fällen ist es unserer Erfahrung nach jedoch so, dass der Hund von Anfang an sich am Stake Out ruhig verhält.

Respektiere den Stake Out als Ruhezone.

Verlasse das Stake Out niemals, während deine Hunde daran befestigt sind. Es sei denn, du hast jemanden, der sie in der Zeit beaufsichtigt.
Achte beim Aufbau darauf, dass ein Einklemmen von Körperteilen oder Verwicklungen nicht möglich ist. Solltest du ein Stake Out mit einem Drahtseil verwenden, dann achte beim Aufbau darauf, das die Adern einwandfrei sind und keine feinen, kleinen Drähte herausschauen, die die Hunde verletzen können. Achte ebenso darauf, dass die Wirbel zum Hund und die Wirbel zur Bodenkette einwandfrei funktionieren.

Achte am Stake Out immer auf Hygiene. Beseitige Kotabfälle sofort, damit der Hund nicht darin hinein tritt oder sich hinein legt und sich damit verschmutzt. Sollte dies dennoch passiert sein, dann reinige den Hund umgehend. Wenn der Untergrund Nass oder schlammig ist, dann verwende Einstreu, auf der der Hund trocken liegen kann. 
Nach einer Ausfahrt mit den Hunden kann eine Decke für die Hunde sinnvoll sein, um Verspannungen vorzubeugen durch zu schnelles abkühlen. Ob es sich dabei um eine Decke auf dem Boden handelt, auf die sich der Hund legen kann, oder um eine Art Mantel, die er trägt, hängt von der Situation ab.


Harz Dogtrekking 2019

Freitag. Angekommen auf dem Campingplatz in Braunlage. Sogleich haben wir alles erforderliche Aufgebaut und Lisa ist mit ihrer Freundin Anja zum Vorgespräch für die morgige Etappe von 40 km gegangen. Im Verlauf dieser Etappe ging es über drei hohe Berge. Unter anderem über dem berühmten Brocken. Gegen 6 Uhr wollen die beiden am Samstag starten. Und gegen 18 Uhr zurück sein.

Auffällig ist die Ruhe, die herrscht hier auf dem Campingplatz herrscht. Es waren viele dutzend Hunde anwesend. Und die lagen nicht nur in den Autos. Die meisten waren an Stake-Out angebunden oder es wurden mit mobilen Weidezaun kleine Ausläufe abgesteckt. Ständig ging irgendjemand mit seinen Hunden die Wege auf dem Campingplatz entlang, vorbei an all diesen vielen anderen Hunden. Man grüßte sich, doch es war kaum Gebell oder gepöbelt zu hören. Alle wussten sich zu benehmen. Alle wussten aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es war ein entspanntes Miteinander. Der gelebte Traum vieler Hundehalter.

Die Nacht vor dem Harz Dogtrekking.

Als die Nacht hereinbrach, verschwanden die meisten Teilnehmer mit dem Dunkelwerden in ihren Fahrzeugen. Es sollte schließlich früh losgehen, wie oben schon geschrieben, starteten die ersten gegen 6 Uhr. Diejenigen, die die 80 km Strecke gewählt hatten, sind schon am Freitagabend gestartet. Und mit der Nacht wurde es noch ruhiger auf dem Campingplatz. Nur hin und wieder war ein Hund zu hören, der einmal bellte. Die an dem Campingplatz vorbei führende Bundesstraße sorgte für eine erheblich größere Geräuschkulisse, so wie die Menschen, mit ihrer Technik. Es ging in der Nacht zweimal die Alarmanlage von verschiedenen Fahrzeugen an. Und Menschen, die auf dem Weg in der Nacht zur Toilette waren, bekamen Nachrichten zugeschickt, was ihnen ihr mitgeführtes Smartphone lautstark signalisierte. Selbst das Öffnen und Schließen der Türen der Fahrzeuge verursachte eine größere Geräuschkulisse, als alle Hunde zusammen. Nicht alle haben ihre Hunde mit in die Fahrzeuge genommen. So wie unsere Hunde haben auch andere Hunde die Nacht draußen neben den Fahrzeugen verbracht und aufgrund der Temperaturen war dies für alle Beteiligten angenehmer, und da man sich auf seinen Hund verlassen kann, ist das ja auch gar kein Problem.

Der Start um 6 Uhr in der früh.

Am Samstagmorgen standen wir gegen 5 Uhr auf. Um 6 Uhr sollte es schließlich losgehen. Also schnell zu den Waschräumen, frühstücken, die Hunde vorbereiten mit Geschirr anziehen, zum Startpunkt, sich dort melden, eintragen, und um Punkt 6 Uhr ging es auf die Strecke.

Anja und Lisa kurz nach dem Start.

Nach dreieinhalb Stunden laufen und ca. 10 absolvierten Kilometern gab es den ersten Stempel und die erste Pause. Die Wärme forderte ihren Tribut bei der Leistung, denn ein Schnitt von 3 Kilometer zu Beginn ist schon langsam, und die steilen Anstiege standen erst noch bevor.

Nach viereinhalb Stunden und 14 Kilometer bergauf und bergab, sowie den ersten steileren Anstiegen, haben Lisa und Anja den zweiten Stempel eingetragen.

Unterwegs Richtung Brocken

Man hilft sich untereinander.

Bei ungefähr Kilometer 30 hat sich die Cookie einen vorderen Ballen aufgerissen. Die Gemeinschaft unter den Teilnehmern ist so groß, das gleich jemand einen gebrauchten Pfotenschuh aus seinem Rucksack zog und ihn Lisa übergab. So konnten alle ihren Weg weiter fortsetzen, auch wenn Cookie das auf den ersten Metern komisch fand mit dem Pfotenschuh. Etwas später konnte sie schon wunderbar mit ihm Baden, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Die letzte Pause am Wurmberg mit der Wurmberg Schanze vor dem Ziel in ca. 6 km:

Am Wurmberg.

Zielankunft.

Gegen Abend kamen Anja und Lisa mit den sechs Hunden zurück. Erschöpft, aber glücklich und Stolz es geschafft zu haben. Denn am Wurmberg streckten viele Teilnehmer die Segel, wie man in Norddeutschland sagt. Sie gaben auf, brachen die Tour ab, und begaben sich auf direktem Weg zurück zum Campingplatz, oder riefen sich ein Taxi, dass sie zum Campingplatz zurück brachte.

Es war sehr anstrengendes Wetter, kaum ein Lüftchen bewegte sich und dazu große Hitze, das einem die Kraft raubte und viel Wasser zum durchhalten erforderte. Dafür eine schöne, anspruchsvolle und landschaftlich reizvolle Streckenführung.

Die Organisation war sehr gut. Man konnte merken, dass die Organisatoren dies nicht zum ersten Mal gemacht haben und mit viel Herzblut dabei waren. Vielen Dank dafür.

Fazit: Es gibt immer noch eine Steigerung von Steil. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.