Harz Dogtrekking 2019

Freitag. Angekommen auf dem Campingplatz in Braunlage. Sogleich haben wir alles erforderliche Aufgebaut und Lisa ist mit ihrer Freundin Anja zum Vorgespräch für die morgige Etappe von 40 km gegangen. Im Verlauf dieser Etappe ging es über drei hohe Berge. Unter anderem über dem berühmten Brocken. Gegen 6 Uhr wollen die beiden am Samstag starten. Und gegen 18 Uhr zurück sein.

Auffällig ist die Ruhe, die herrscht hier auf dem Campingplatz herrscht. Es waren viele dutzend Hunde anwesend. Und die lagen nicht nur in den Autos. Die meisten waren an Stake-Out angebunden oder es wurden mit mobilen Weidezaun kleine Ausläufe abgesteckt. Ständig ging irgendjemand mit seinen Hunden die Wege auf dem Campingplatz entlang, vorbei an all diesen vielen anderen Hunden. Man grüßte sich, doch es war kaum Gebell oder gepöbelt zu hören. Alle wussten sich zu benehmen. Alle wussten aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es war ein entspanntes Miteinander. Der gelebte Traum vieler Hundehalter.

Die Nacht vor dem Harz Dogtrekking.

Als die Nacht hereinbrach, verschwanden die meisten Teilnehmer mit dem Dunkelwerden in ihren Fahrzeugen. Es sollte schließlich früh losgehen, wie oben schon geschrieben, starteten die ersten gegen 6 Uhr. Diejenigen, die die 80 km Strecke gewählt hatten, sind schon am Freitagabend gestartet. Und mit der Nacht wurde es noch ruhiger auf dem Campingplatz. Nur hin und wieder war ein Hund zu hören, der einmal bellte. Die an dem Campingplatz vorbei führende Bundesstraße sorgte für eine erheblich größere Geräuschkulisse, so wie die Menschen, mit ihrer Technik. Es ging in der Nacht zweimal die Alarmanlage von verschiedenen Fahrzeugen an. Und Menschen, die auf dem Weg in der Nacht zur Toilette waren, bekamen Nachrichten zugeschickt, was ihnen ihr mitgeführtes Smartphone lautstark signalisierte. Selbst das Öffnen und Schließen der Türen der Fahrzeuge verursachte eine größere Geräuschkulisse, als alle Hunde zusammen. Nicht alle haben ihre Hunde mit in die Fahrzeuge genommen. So wie unsere Hunde haben auch andere Hunde die Nacht draußen neben den Fahrzeugen verbracht und aufgrund der Temperaturen war dies für alle Beteiligten angenehmer, und da man sich auf seinen Hund verlassen kann, ist das ja auch gar kein Problem.

Der Start um 6 Uhr in der früh.

Am Samstagmorgen standen wir gegen 5 Uhr auf. Um 6 Uhr sollte es schließlich losgehen. Also schnell zu den Waschräumen, frühstücken, die Hunde vorbereiten mit Geschirr anziehen, zum Startpunkt, sich dort melden, eintragen, und um Punkt 6 Uhr ging es auf die Strecke.

Anja und Lisa kurz nach dem Start.

Nach dreieinhalb Stunden laufen und ca. 10 absolvierten Kilometern gab es den ersten Stempel und die erste Pause. Die Wärme forderte ihren Tribut bei der Leistung, denn ein Schnitt von 3 Kilometer zu Beginn ist schon langsam, und die steilen Anstiege standen erst noch bevor.

Nach viereinhalb Stunden und 14 Kilometer bergauf und bergab, sowie den ersten steileren Anstiegen, haben Lisa und Anja den zweiten Stempel eingetragen.

Unterwegs Richtung Brocken

Man hilft sich untereinander.

Bei ungefähr Kilometer 30 hat sich die Cookie einen vorderen Ballen aufgerissen. Die Gemeinschaft unter den Teilnehmern ist so groß, das gleich jemand einen gebrauchten Pfotenschuh aus seinem Rucksack zog und ihn Lisa übergab. So konnten alle ihren Weg weiter fortsetzen, auch wenn Cookie das auf den ersten Metern komisch fand mit dem Pfotenschuh. Etwas später konnte sie schon wunderbar mit ihm Baden, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Die letzte Pause am Wurmberg mit der Wurmberg Schanze vor dem Ziel in ca. 6 km:

Am Wurmberg.

Zielankunft.

Gegen Abend kamen Anja und Lisa mit den sechs Hunden zurück. Erschöpft, aber glücklich und Stolz es geschafft zu haben. Denn am Wurmberg streckten viele Teilnehmer die Segel, wie man in Norddeutschland sagt. Sie gaben auf, brachen die Tour ab, und begaben sich auf direktem Weg zurück zum Campingplatz, oder riefen sich ein Taxi, dass sie zum Campingplatz zurück brachte.

Es war sehr anstrengendes Wetter, kaum ein Lüftchen bewegte sich und dazu große Hitze, das einem die Kraft raubte und viel Wasser zum durchhalten erforderte. Dafür eine schöne, anspruchsvolle und landschaftlich reizvolle Streckenführung.

Die Organisation war sehr gut. Man konnte merken, dass die Organisatoren dies nicht zum ersten Mal gemacht haben und mit viel Herzblut dabei waren. Vielen Dank dafür.

Fazit: Es gibt immer noch eine Steigerung von Steil. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

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